Crosswater Systems liefert eine Menge Material zu (potentiellen) Problemen von Monster. Dabei kommen auch ausführlich die Personalwechsel der letzten Zeit und das Thema jobpilot zur Sprache. Alles in allem sehr nett.
Leider ist der Abschnitt über angebliche Sicherheitsprobleme bei Monster durch die *hüstl* eingeschränkte technische Kompetenz des Autors in diesem Bereich belastet. Tut mir leid, dass ich das so hart sagen muss. Oder es ist schlicht Wunschdenken, weil es gerade so schön zu seiner vorgefassten Meinung passt. Ich habe den Eindruck, dass er mal auf einem Seminar den Begriff "segration of duty" gehört hat. Dass er sich deshalb dazu befähigt fühlt, aus ein paar Beobachtungen Schlüsse über die technischen Fakten und Abläufe bei Monster zu ziehen, ist sehr schade.
Kurz gesagt: Die Schlüsse, die er aus dem Vorhandensein einer Testanzeige in der Monstersuche zieht, sind haarsträubend und angesichts der gerade laufenden Sicherheitsdiskussion geradezu geschäftsschädigend. Um das zu erkennen, muss man nicht einmal "ein Mindestmaß an IT-Sicherheitsverständnis besitz[en]". Ein bisschen gesunder Menschenverstand genügt bereits, um zu sehen, dass er von willkürlich gemachten Annahmen ausgeht: Wie kommt er zu der Behauptung, dass hier ein Anwendungsentwickler Testdaten eingespielt habe? Völlig unbegründet, und, wie ich inzwischen erfahren habe, auch tatsächlich komplett falsch. Wie zum Teufel kommt er dann noch zu dem Schluss, dass Testdaten- und Produktivdatenbestände nicht getrennt seien? Non sequitur. Das ist die Pippi-Langstrumpf-Argumentationstechnik: "... ich mach mir die Welt, wie-de-wie-de-wie sie mir gefällt ...".
Schon die Annahmen sind falsch, und dann ist auch noch die Argumentation ungültig. Dafür sind die gezogenen Schlüsse umso schwer wiegender ("verstösst dies doch gegen die expliziten Datensicherheitsrichtlinien des Sarbanes-Oxley Acts", "etwas entspannteren Umgang mit sicherheitsrelevanten Zugriffsregeln"). Wenn man sich schon so weit aus dem Fenster lehnt, dann sollte man wenigstens ein bisschen sorgfältiger recherchieren und erst einmal mögliche alternative Erklärungen für seine Beobachtungen ausschließen. Seriosität wird doch sonst so groß geschrieben im Personalbereich ... damit scheint sich Herr Kenk einen etwas entspannteren Umgang zu gönnen.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal das Monster-System verteidigen müsste.
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